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                                                                                                                                                                                 Aktuallisiert am 01.März 2009


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         Eine kleine, einmal etwas andere Chronik
Man schrieb den 4.Oktober 1929 eine gewisse Frau Hedwig Schubert, lag in den Wehen und gebar um 18.00 Uhr einen Sohn. Seine Eltern Alexander und Hedwig Schubert gaben ihm den Namen "Joseph". Am gleichen Tag hatten einige männlicheBürger in Gelsenkirchen-Neustadt ebenfalls heftige Wehen, gründeten und begossen 1. die Geburt des kleinen Erdenbürgers "Joseph" und 2. die Gründung des Bürgerschützenvereins Gelsenkirchen Neustadt. Von dieser Stunde an hatte Joseph den Schützenvirus in sich. Schnell waren ca. 100 schöne, gestandene Männer bereit dem jungen Verein beizutreten. 10 Jahre später brach der 2. Weltkrieg aus und es wurde wieder Still im Schützenverein. Alle Aktivitäten mussten eingestellt werden.Die Besten und Tapfersten wurden von der Firma "Hitler"auf Weltreisen geschickt, um das Vaterland zu verteidigen. Viele von ihnen mussten ihr Leben lassen und kamen nicht mehr wieder. Als der Wahnsinn vorbei war spuckten alle in die Hände und begannen mit dem Wiederaufbau unserer Stadt. Die Menschen in der Neustadt bekamen auch wieder Lust auf Vereinsleben und Geselligkeit. Man erinnerte sich an den Schützenverein. Im Frühsommer des Jahres 1954 ließ man den alten Verein wieder aufleben. Hermann Brauer, Alex Schubert, Helmut Löken, Rudolf Burgmer, Norbert Nethövel, Josef Pentrop, Adalbert Darmstädter und Christian Rudolphi waren die ersten bei der Stange. Schnell waren wieder 40-50 Mitgliedermit Begeisterung dabei, und es wurden ständig mehr. Der erste Nachkriegsvorstand setzte sich wie folgt zusammen.
1.Vorsitzender: Hermann Brauer
Protektor: Rudolf Burgmer
1.Geschäftsführer: G. Pott
Schatzmeister: H. Rittenbruch
Sportleiter: Christian Rudolphi
Der alte Vereinsführer Hauptmann Wilh. Meier wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Ich habe dieses aufgeschrieben, um einige Namen zu nennen.
Im September 1954 trat auch Joseph der kleine Erdenbürger von 1929 als aktiver Schütze dem Verein bei.
Der 1. Vereinskönig nach dem Krieg, war der von uns allen hochgeschätzte
Herbert Steinmeier.

Zur Königin nahm er sich Hilde Backwinkel. Er leitete später über 30 Jahre den B.S.V Gelsenkirchen-Neustadt. Wie in einer Demokratie oder Ehe, kam es zu Unstimmigkeiten.
Das hatte zur Folge, dass einige Mitglieder austraten und einen neuen Verein gründeten, der sich "Andreas Hofer"nannte. Aber das ging nicht gut. "Andreas Hofer"spaltete sich ebenfalls,und es entstand auch noch die "Schützengilde Gelsenkirchen"
Der" Bürger-Schützen-Verein Gelsenkirchen-Neustadt e.V , inzwischen ein eingetragener Verein ist aber immer noch der Stammverein von 1929. Der in früheren Jahren nur aus Männern bestehendeVerein, entschloss sich 1970 auch Frauen als Mitglieder aufzunehmen,und das war gut so. Wir Frauen stellen bei allen Rundenwettkämpfen, Kreis undBezirksmeisterschaften, alle anderen in den Schatten, und wir sind stolz darauf. Dieses soll ein kleiner Überblick über diemehr 70jährige Vereinsgeschichte des B.S.V Gelsenkirchen-Neustadt sein. Ich wünsche dem Verein und allen Mitgliedern weiterhin viel Erfolg und Gesundheit, damit wir im Jahre 2004 auch das 75jährige Vereinsjubiläum zusammen feiern können. Verfasserin dieser einmal etwas anderen Chronik ist unsere sehr Aktive und Amtierende 2. Vorsitzende Schützenschwester,
Ilse Schubert